Ministerin Ute Schäfer in Beckum


Beim Besuch im Beckumer Mütterzentrum diskutierten am Mittwoch (v. l.) SPD- Landtagskandidatin Annette Watermann- Krass, NRW- Ministerin Ute Schäfer, Dagmar Arnkens- Homann, Lisa Heese vom Mütterzentrum und Dr. Rudolf Grothues auch über die U3- Betreuung (Foto: W. Krogmeier, Die Glocke)

W. Krogmeier, Die Glocke v. 10.05.2012:
Beckum (Kro) – „Bildung muss für jeden gebührenfrei sein“, für Ute Schäfer, Ministerin für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport des Landes Nordrhein-Westfalen, geht an dieser Forderung kein Weg vorbei. Nicht ohne Grund habe die Landesregierung die Studiengebühren wieder abgeschafft.

Und für die Ministerin sind natürlich auch die Kindertagesstätten Bildungseinrichtungen, für sie fängt Bildung nicht erst in der Schule an. Die in den Städten und Gemeinden des Landes unterschiedlich hohen Kindergarten-Beiträge sind ihr daher ein Dorn im Auge. „Wir haben heute einen bunten Flickenteppich von Gebühren im Land“, stellte Schäfter am Mittwoch bei ihrem Besuch im Beckumer Mütterzentrum fest. Sie werde sich daher dafür einsetzen, den eingeschlagenen Weg, von den Kita-Gebühren wegzukommen, weiter gehen.

Ute Schäfer wurde im Mütterzentrum von Vorstandsfrau Lisa Heese ebenso begrüßt wie die SPD-Landtagskandidatin Annette Watermann-Krass, die Vorsitzende der SPD-Kreistagsfraktion, Dagmar Arnkens-Homann, und der Stellvertretende Beckumer Bürgermeister Dr. Rudolf Grothues.

„Wir brauchen ein System, das für die Eltern Sicherheit gibt und das flexible ist“, bezog die Ministerin zur Betreuung der unter dreijährigen Kinder Stellung. Ihr sei wichtig, dass es den Eltern überlassen bleibe, welche Form einer U3-Betreuung sie wählen. Man dürfe da niemanden zwangsverpflichten, sprach sich Schäfer ganz eindeutig gegen eine Kita-Pflicht aus: „Das ist Unfug und mit der Verfassung nicht zu vereinbaren.“ Die Ministerin setzte vielmehr auch auf die Kindertagespflege, die als zweiter Strang der Betreuungsmöglichkeiten weitergefahren werden müsse, um für die Eltern eine große Bandbreite zu schaffen.

„Für das nächste Kindergarten-Jahr wurden uns schon 117 000 Plätze in der U3-Betreuung angemeldet“, zog Ute Schäfer eine erfreuliche Bilanz und nannte auch die Zahl von insgesamt 144 000 benötigten Plätzen. „Ich bin mir sicher, dass wir das noch schaffen werden“, machte die Ministerin mit Blick auf die Dynamik deutlich, die auch durch die Ausschüttung von 875 Millionen Euro für den Umbau von Einrichtungen geschaffen worden sei.

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