Grundschullandschaft im Stadtteil Beckum: Haben die Eltern Planungssicherheit?

Es gibt aktuell viele Fragen rund um die Zusammenlegung der Paul-Gerhardt-Schule und der Eichendorffschule am Standort der ehemaligen Ketteler-Schule. Die Stadtverwaltung hat bei dem Thema stets betont, dass für die betroffenen Eltern auch Planungssicherheit geschaffen werden soll. Zudem hat sie in einer Ratsvorlage ausgeführt:

„In die Standortentscheidungen sind zum einen die baulichen Kriterien und die notwendigen Investitionen für eine energetische Sanierung, angemessene Raumgrößen und ein ausreichendes Platzangebot für den Ganztag eingeflossen. Zum anderen ist die Zahl der im Umfeld wohnenden SuS in Verbindung mit dem Rechtsanspruch auf Besuch der nächstgelegenen Schule ein wesentliches Kriterium.

Die bereits bestehenden Klassen können bei der Zusammenlegung zu einer vorgesehenen 4-zügigen Schule in ihren Klassenverbänden verbleiben, sofern seitens der Schule nicht ausdrücklich andere Regelungen gewünscht werden.“

Zunehmend erreichen die SPD-Fraktion irritierende Mitteilungen vieler Eltern, dass es überhaupt keine Planungssicherheit bezüglich der Wahl der Schule, respektive des Zeitpunktes des Zustandekommens des gemeinsamen Schulstandortes der Eichendorffschule und der Paul-Gerhardt-Schule geben soll.

So soll angeblich der Umzug der Eichendorffschule im Jahr 2021 in die Kettelerschule gefährdet sein und massive Probleme beim Brandschutz im Gebäude der ehemaligen Ketteler-Hautschule bestehen. Auch soll das bislang angestrebte pädagogische Raumkonzept hinfällig sein.

Deshalb hat SPD-Fraktion dem Bürgermeister jetzt folgenden Fragen gestellt:

  1. Wie ist der Stand der baulichen Maßnahmen an der ehemaligen Kettelerschule, wie stellen sich die Kosten zu diesen Maßnahmen dar und wird die Paul-Gerhardt-Schule den Schulbetrieb dort planmäßig aufnehmen?
  2. Wie bewertet die Verwaltung die Sicherstellung des Brandschutzes an der Kettelerschule und liegen die erforderlichen Maßnahmen im Rahmen der bisherigen Kostenschätzungen?
  3. Warum findet der Unterricht der Sekundarschule eigentlich im Gebäude der ehemaligen Grundschule und nicht im Gebäude der ehemaligen Hauptschule statt?
  4. Wie hoch sind die Kosten, die bislang für die energetische Sanierung (einschließlich der weiteren erfolgten Arbeiten) und die Beseitigung von Vandalismusschäden der nicht genutzten Kettelerschule aufgewendet worden sind und stand am Ende dieser Maßnahmen ein Gebäudekomplex zur Verfügung, der ohne weiteren Aufwand hätte schulisch genutzt werden können?
  5. Gibt es Veränderungen bei dem bislang angestrebten (pädagogischen) Raumkonzept und, falls ja, wie sehen diese aus?
  6. Wann wird die Sekundarschule die Kettelerschule verlassen und ist sichergestellt, dass dort nicht ein Parallelbetrieb mit der Paul-Gerhardt-Schule erforderlich wird?
  7. Kann die Verwaltung garantieren, dass auf dem Gelände der Kettelerschule keine Container für den Schulbetrieb aufgestellt werden?
  8. Gibt es aus den anstehenden baulichen Maßnahmen Veränderungen für das Haushaltsjahr 2020 (wenn ja, welche) und sind diese Maßnahmen bereits im Haushaltsentwurf enthalten?
  9. Wie ist der aktuelle Anmeldestand bei den Grundschulen?
  10. Verbleibt es aus Sicht der Verwaltung bei der unter Beschlussziffer 3. der Vorlage 2018/0114 genannten Zügigkeit?
  11. Wie ist der Stand zu Beschlussziffer 4. der vorgenannten Vorlage bezüglich der Vorgabe „Insbesondere soll im Laufe des Schuljahres 2018/2019 eine Information der Eltern und Sorgeberechtigen zur Bestimmung von Schularten erfolgen und ein Beschluss zur Namensgebung vorbereitet werden.“?
  12. Welche Sitzungen der sogenannten „Steuerungsgruppe“ zur Zusammenlegung der Eichendorffschule und der Paul-Gerhardt-Schule haben bislang stattgefunden und sind Vertreter beider Schulen zu allen Sitzungen eingeladen worden?

Von den Antworten ist für die SPD die weitere Vorgehensweise bei den Grundschulen abhängig.

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