Dürfen Schultoiletten in Beckum so aussehen?

Den Schülern an der Sekundarschule Beckum stinkt es gewaltig und so haben 738 Schüler und Eltern eine Eingabe an die Stadt Beckum gerichtet. Gegenstand der Petition: Die katastrophalen Zustände der Toiletten im Altbau der Schule sowie der Außentoiletten am Pausenhof.

Unser Fraktionsvorsitzender Karsten Koch hat sich nun selbst ein aktuelles Bild von der Beschaffenheit der Toilettenräume, aber auch von der Gesamtsituation des Altbaus gemacht. Ein umfangreiches Informationsgespräch mit dem Schulleiter Godehard Stein und eine Ortsbesichtigung konnten dabei nur einen Eindruck hinterlassen: Wenn der Zustand des Gebäudes, vieler Fachräume und der Toiletten Ausdruck der Wertschätzung der Stadt Beckum gegenüber der Schule sein soll, dann handelt es sich um einen absolut negativen Wert.

Zum Thema Toiletten: Im kommenden Jahr 2021 sollen die Toiletten nun mit einem Betrag von 68.500 Euro saniert werden. Diese Summe wirft bei der Anzahl der Räume im Gebäude schon jetzt die Frage auf, ob damit tatsächlich alle Missstände beseitigt werden können oder ob es nur Flickschusterei wird. Nachdem nahezu 40 Jahre nichts investiert worden ist, darf man sich über den Zustand der Schule nicht wundern. Richtig schlimm findet Karsten Koch das Selbstverständnis von Bürgermeister Dr. Strothmann. Der nämlich erbittet sich von den Schülern, „achtsam mit den Schultoiletten umzugehen“. Das unterstellt, dass die Toiletten nach vier Jahrzehnten immer noch gut aussehen müssten. Schuld sind die Schüler und nicht jahrzehntelange Investitionsstaus. Wir brauchen dringender denn je eine Verwaltungsspitze, die die Schulen nicht kaputtspart, sondern wertschätzt.

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