SPD-Ortsverein Neubeckum überreicht Spende an die „Tafel“

Die Ennigerloher Tafel ist eine von über 940 Tafeln in Deutschland und gehört damit zu den 169 des Landes Nordrhein-Westfalen, die sich um bedürftige Menschen kümmern. Seit 2006 versorgt der gemeinnützige Verein, auch ganze Familien, die ihre Bedürftigkeit nachweisen können, mit Lebensmitteln. Zwei Kühlwagen, Bullis und ein Caddy fahren konstant durch den ganzen Kreis Warendorf, um bei zahlreichen Geschäften, Lebensmittel aller Art abzuholen. Die dann an den Ausgabestellen auch in Neubeckum und Beckum verteilt werden. Die wertvollen Nahrungsmittel nähern sich zwar dem Verfallsdatum oder haben optische Mängel – sind aber keines Falls, ein Fall für die Biomülltonne, sondern immer noch verzehrfähig. In Neubeckum sind zwei Teams a vier Personen in der Ausgabe aktiv. Weitere ehrenamtlich tätige Bürger, im Rentenalter zwischen 65 und 86 Jahren sortieren die Ware vorher. Damit sie schön drapiert in der Auslage wie im Tante Emma-Laden, gegen einen kleinen Obolus eingekauft werden können. Es ist kaum zu glauben , dass in einem reichen Land wie Deutschland mehrere Millionen Menschen leben, die auf Tafelausgabestellen  wie in Beckum und Neubeckum angewiesen sind, weil ihr Geld hinten und vorne nicht reicht, um ganz normal zu leben. „Viele der 430.000 Rentnerinnen und Rentner sowie 500.000 Kinder und Jugendliche aus sozial benachteiligten Familien sind gerade jetzt, während der Corona-Pandemie,  wirklich auf die Lebensmittel angewiesen“, sagt Jochen Brühl, Vorsitzender der Tafel Deutschland. Von Armut bedrohte oder betroffene Menschen würden  den größten Teil ihres Einkommens für die Sicherung elementarer Lebensbedürfnisse aufwenden müssen. Für den Kauf von Lebensmitteln blieben ihnen meist nur wenige Euro pro Tag, die für sämtliche Mahlzeiten ausreichen müssten. Frisches Obst und Gemüse, Fleisch und Milchprodukte würden zu Luxusgütern gehören, die sich Bedürftige nur selten leisten könnten. Für die Pflege mitmenschlicher Kontakte und soziale Teilhabe bleibe selten Geld übrig. Die möglichen Folgen wären vielfältig. Mangelernährung, hohe Krankheitsanfälligkeit, soziale Isolation, Suchtprobleme seien die Folge. Die Tafeln stehen somit für Humanität, Gerechtigkeit und Solidarität und übernehmen soziale Verantwortung.  Sie setzen sich aber auch  für den nachhaltigen Umgang mit Lebensmitteln ein. Das gilt auch für die Ennigerloher Tafel und deren fleißigen, verlässlichen Helfer, denen man für ihr Engagement nicht genug danken kann. Die Tafel kann sich auf die SPD in Beckum als Unterstützer auch in den kommenden Jahren verlassen – ob monetär oder durch das Angebot der eigenen Arbeitskraft.

Bild : Eine Geldspende des SPD-Ortsvereins Neubeckum in Form eines symbolischen Schecks übergaben der parteilose Bürgermeisterkandidat Michael Gerdhenrich (links) und der Erste Vorsitzende des SPD-Ortsvereins Neubeckum, Ralf Högemann (rechts), an Erich Hoer von der Neubeckumer Ausgabestelle der Ennigerloher Tafel.

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