Gerdhenrich: „Der Beckumer Heimat- & Geschichtsverein ist wichtig, weil er unsere Geschichte bewahrt, sichtbar und zugänglich macht“

Beckum.  Der parteilose Bürgermeisterkandidat Michael Gerdhenrich, Teile der SPD-Fraktion und Mitglieder des Heimat- & Geschichtsvereins Beckum e.V. trafen sich zu einer gemütlichen Tour mit Zwischenstops an mehreren Beckumer Denkmälern. Dabei waren u.a. die Beckumer Geschichte, die Arbeit des Heimat- & Geschichtsvereins Beckum e.V. sowie Zukunftsperspektiven Thema.

„Der Beckumer Heimat- & Geschichtsverein leistet immens wichtige ehrenamtliche Tätigkeit, indem er Beckumer Geschichte bewahrt, sichtbar und zugänglich macht“ freut sich Michael Gerdhenrich über den Termin. Und tatsächlich war der Verein seit seiner Gründung im Jahr 1920 überaus aktiv. Neben jährlichen Aktionen wie dem großen Nikolausumzug ist der Verein für etliche Projekte verantwortlich, wie etwa der Restaurierung des alten Wehrturms  und der Windmühle am Höxberg, der Einrichtung des Beckumer Zementmuseums oder der Wiederherstellung der Toranlage am Jüdischen Friedhof. Leider muss die geplante Veranstaltungsreihe zum 100 jährigen Bestehen des Vereins Corona-bedingt ausfallen. „Wir werden aber Möglichkeiten finden, das angemessen nachzuholen“ gibt sich der der 1. Vorsitzende, Stefan Wittenbrink optimistisch.

Die Tour startete am „Dormitorium“, dem Schlafhaus des ehemaligen Klosters Maria Blumenthal. Aufgrund diverser Stadtbrände gibt es in Beckum nur noch sehr wenige Gebäude aus dieser Zeit, sodass das 1446 gegründete Kloster eines der ältesten Gebäude Beckums ist und damit einen angemessenen Ort für spannende und informative Veranstaltungen bildet, wie für die Reihe „Begegnung im Blumenthal“. Außerdem befindet sich das Heimat- & Familienarchiv im Dormitorium. „Interessierte können sich grundsätzlich jeden Samstag von 10:00 – 12:00 Uhr durch die Beckumer Geschichte stöbern“ lädt die Archivarin Maria Sudbrock herzlich ein.

Anschließend führte Eva Hübscher durch den im 14. Jahrhundert erbauten Wehrturm, einem Überbleibsel der ehemaligen Festungsanlage.  Die Restaurierung des alten Wehrturms in den Jahren 1962-1964 stellte für den Heimat- & Geschichtsverein ein Mammutprojekt dar, hat sich aber in jedem Fall gelohnt.

Weiter ging es zum Beckumer Zementmuseum. Hier gab Werner Haverkemper, eines der 4 Gründungsmitglieder des Museums einen Einblick in die Geschichte des Beckumer Zementreviers, das einst zu den größten Zementrevieren der Welt gehörte. „Der Zement spielt eine außerordentliche Rolle in der Beckumer Geschichte und hat mit Beginn der industriellen Produktion Arbeitsplätze, Wohlstand und Wachstum nach Beckum gebracht“ so Werner Haverkemper. Das sieht auch der Beckumer SPD-Ortsvorsitzende Dr. Rudolf Grothues so und fügt hinzu, dass er die Idee von Beckum als Standort eines LWL-Industriemuseums in Beckum noch nicht aufgegeben habe.

Den Abschluss der Tour bildete die Windmühle am Höxberg, die der Verein über einen Zeitraum 3 Jahren, von 2004 – 2007 liebevoll restauriert hat und in der neben Trauungen auch regelmäßig Führungen stattfinden, in denen neben Mühlentechnik auch der Weg des Korns vom Ernten, über Mahlen und Backen hin zum Brot anschaulich erklärt wird.

„Am Beispiel des Heimat- & Geschichtsvereins zeigt sich wie wichtig das Ehrenamt für unsere Gesellschaft ist“ resümiert Karsten Koch, Fraktionsvorsitzender der Beckumer SPD, und spricht sich für eine deutlich stärkere Förderung des Ehrenamts aus.

Das Bild zeigt von links nach rechts: Ralf Högemann (Vorsitzender des SPD-Ortsvereins Neubeckum), Dr. Rudolf Grothues (Vorsitzender des SPD-Ortsvereins Beckum), Maria Sudbrock (Beckumer Heimat- & Geschichtsverein), Stefan Wittenbrink (1. Vorsitzender Beckumer Heimat- & Geschichtsverein), Michael Gerdhenrich (Bürgermeisterkandidat), Werner Haverkemper (Beckumer Heimat- & Geschichtsverein), Heiner Schleimer (Ehrenmitglied Beckumer Heimat- & Geschichtsverein), Karsten Koch (Vorsitzender SPD-Ratsfraktion)

 

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