Landratskandidat Dennis Kocker: „Der schlecht ausgebaute ÖPNV ist auch ein Versagen des Landrats und der CDU im Kreis Warendorf“

Mit Verwunderung und Unverständnis reagiert Landratskandidat Dennis Kocker auf die Aussagen von Dr. Gericke zu den Verkehrsplänen der Stadt Münster. „Die Tatsache, dass der ÖPNV im Kreis Warendorf nur schlecht ausgebaut ist, stellt auch ein Versagen des aktuellen Landrats und der CDU dar“, kritisiert Kocker. In den vergangenen Jahren wurde die dringend notwendige Verkehrswende nicht vorangetrieben. Vielmehr wurde der ÖPNV nur halbherzig behandelt und die Verkehrswende allein durch die Windschutzscheibe eines Autos betrachtet. Der gemeinsame Kandidat von SPD, Linken und Grünen merkt an: „In all den Jahren wurde zu wenig für eine bessere Vertaktung der Buslinien und des Schienenausbaus getan“. Auch erinnert er daran, dass die Reaktivierung der WLE-Strecke von Münster nach Sendenhorst schon viel früher hätte kommen können, wenn sich der Kreis Warendorf unter der Mehrheit der CDU nicht gegen die Übernahme der verbleibenden Betriebskosten entschieden hätte. Aus Sicht von Dennis Kocker ist deswegen auch die jetzige Planung viel zu kurz gedacht. Eine Weiterführung der Linie bis nach Lippstadt wäre die logische Konsequenz. Kocker teilt die Auffassung, dass eine völlig autofreie Innenstadt in Münster nicht die richtige Lösung sein kann. Ziel muss es aber sein, den Anteil des Autoverkehrs erheblich zu verringern. Das gilt auch für den Kreis Warendorf. „Solange der noch amtierende Landrat an den überdimensionalen Ausbauplänen der B64 festhält, wird sich an der Autobelastung und der schlechten Infrastruktur des ÖPNV in unserem Kreis auch nichts ändern“, mahnt der 40-jährige Rechtsanwalt an. Man könne auf der einen Seite nicht kritisierten, dass der ÖPNV in den Landkreisen nur schlecht ausgebaut sei und gleichzeitig jedoch mit seinen Entscheidungen den Straßenausbau immer in den Vordergrund stellen. „Die Aussagen von Dr. Gericke zeigen, dass ein Wechsel in der Verkehrspolitik von ihm scheinbar nicht gewollt ist. Daher ist ein Wechsel an der Spitze des Kreises mehr als notwendig, um die Verkehrswende zu erreichen. Nur so können Umwelt und Innenstädte geschont werden“, zieht Dennis Kocker sein Fazit.

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