3D-Druck in der Baubranche ist innovativ und vereint Digitalisierung und Automatisierung. Die Zukunft wird in Beckum gemacht!

Beckum. Mitglieder der SPD-Ratsfraktion besichtigten am Wochenende das 1. Deutsche Wohnhaus aus dem 3D-Drucker, das in Beckum entsteht.

Tatsächlich steht schon das gesamte Haus. Aus der Düse des Druck-Roboters kommen Spezialmörtel oder -beton. Zentimeterdick werden Schicht um Schicht die Wände des zweigeschossigen Einfamilienhauses gedruckt. „Das passt perfekt zum Zementrevier Beckum. Wir sind stolz, dass so viele mutige und innovative Menschen hier für das Pilotprojekt kooperieren.“ so Rudolf Grothues.

Das Haus ist aus dreischaligen Wänden aufgebaut, deren Hohlräume mit Dämmstoff verfüllt werden. Leitungen, Anschlüsse für Wasser, Strom usw. werden bereits während des Druckvorgangs berücksichtigt.

So können Arbeiten wie das Verlegen von Leerrohren oder Anschlüssen, die per Hand erledigt werden müssen, schon während des Druckprozesses erfolgen.

Die Fertigstellung des ersten gedruckten Hauses in Deutschlands ist für März 2021 geplant. Die beiden Stockwerke sind soweit schon gedruckt mit jeweils 80 Quadratmetern pro Etage. Nach der Fertigstellung wird das Haus anderthalb Jahre als Musterhaus der Öffentlichkeit zugänglich gemacht und anschließend vermietet.

Die in Deutschland noch recht ungewöhnliche Bautechnik hat alle behördlichen Genehmigungsprozesse bestanden. Zudem fördert das Land Nordrhein-Westfalen den 3D-Druck auf der Baustelle in Beckum im Rahmen des Programms „Innovatives Bauen“. Sven Altgott zeigt sich begeistert, denn „dieses Projekt hat eine Strahlkraft weit über den Kreis Warendorf hinaus.“

Das mutige Zukunftsprojekt wird von mehreren Unternehmen realisiert: der Drucker für das Projekt stammt von Peri bei Ulm, die Drucktechnologie von Cobod aus Dänemark und der Spezialbeton von HeidelbergCement. „Mit unserem gedruckten Wohnhaus in Beckum zeigen wir die Potentiale des Betondruckverfahrens auf. Für unser Team ist es ein großes Privileg, das erste 3D-gedruckte Gebäude in Deutschland zu realisieren“, so der Gesellschafter Georgios Staikos.

Die SPD- Fraktion zeigt sich begeistert von diesem tollen Projekt. „Zwar gibt es noch einiges zu tun“, so Felix Markmeier-Agnesens, „doch in Beckum entsteht ein echtes Stück Zukunft.“

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