Unser Stadtjubiläum und die Hansetage im Jahr 2024 sollten ein Zeichen der Hoffnung sein.

Was ist eigentlich passiert? In der letzten Sitzung des Haupt-, Finanz- und Digitalausschusses ist die Verwaltung beauftragt worden, die konzeptionellen Grundlagen zur Durchführung des 800-jährigen Stadtjubiläums und des Westfälischen Hansetages im Jahr 2024 vorzubereiten. Dabei hat die Stadtverwaltung deutlich gemacht, dass die Vorbereitung und Durchführung des 800-jährigen Stadtjubiläums und des Hansetages so umfangreich seien, dass es dafür einer separaten Stelle bedürfe. Der gefasste Beschluss hat der Verwaltung die Möglichkeit eingeräumt, diese Stelle extern zu besetzen. Eine solche externe Stellenbesetzung wäre vermutlich im Rahmen der Entgeltgruppe 12 erfolgt. Die einzustellende Person hätte also ein Jahresbruttoeinkommen von rund 60.000 Euro erhalten. In der kursierenden Summe von 130.000 € pro Jahr sind neben Arbeitgeberkosten und Kosten für den Arbeitsplatz auch Overheadkosten und dergleichen enthalten, also interne Kosten, die tatsächlich keine liquiden Abflüsse darstellen.

Das Stadtjubiläum ist wichtig und der westfälische Hansetag hat eine überregionale Bedeutung. Leider wurden die Bürgerinnen und Bürger nicht darüber informiert, worum es wirklich geht. Diesen Fehler möchten wir gerne korrigieren und Transparenz schaffen:

Einmal jährlich findet der westfälische Hansetag statt. Ausrichter ist immer eine der 48 Mitgliedsstädte des westfälischen Hansebundes. Im Jahr 2024 gebührt die Ehre der Hansestadt Beckum, da wir in diesem Jahr auch unser 800-jähriges Stadtjubiläum feiern. Diese Feierlichkeiten sollen natürlich in einem passenden Rahmen stattfinden, denn alleine an dem Hansewochenende erwartet die Stadt Beckum etwa 100.000 Besucher. Auf der beliebten Hansemeile präsentieren sich internationale und nationale Hansestädte mit ihrem touristischen Angebot und ihren regionalen Spezialitäten. Ein vergleichbares Ereignis hat es in Beckum bisher noch nicht gegeben. Alle im Rat vertretenen Fraktionen haben in der Vergangenheit für die Durchführung der Hanse-Tage gestimmt.

Der Wunsch der Verwaltung, sich  mit der Einstellung eines Externen Hilfe von außen holen zu wollen, kommt also nicht von ungefähr. So betont auch Bürgermeister Gerdhenrich, dass die Organisation und vor allen Dingen die Einbeziehung der verschiedenen Gruppen, Vereine und Institutionen und anderen Hansestädte einen langen Vorlauf und Abstimmungsbedarf erfordert, vor allem damit sich auch alle Interessierten einbringen können.

Selbstverständlich hat die SPD Fraktion das Thema kontrovers diskutiert. Aus den oben genannten Gründen sind wir aber zu dem Ergebnis gekommen, dass die Einrichtung der Koordinationsstelle eine gute Lösung ist und dieser Meinung sind wir noch immer. Wir haben nun aber großen Respekt vor der schnell gefassten Entscheidung des Bürgermeisters Michael Gerdhenrich, seinen persönlichen Referenten, Dieter Gailus, mit der Mammutaufgabe zu betrauen. Dass die Stelle nun intern besetzt wird, ändert aber nichts daran, dass der Personalbedarf für diese gewaltige Aufgabe unstreitig besteht. An der grundsätzlichen Notwendigkeit einer solchen Stelle kann also nicht gezweifelt werden.

 

Wir wollen Lust machen auf die 800-Jahr-Feier und die Hansetage unter Einbeziehung der gesamten Stadtgesellschaft und freuen uns auf ein tolles Jahr 2024.

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