Beckum: Bürgermeister Michael Gerdhenrich im Gespräch mit der Landtagsabgeordneten Annette Watermann-Krass – Klimaschutz als kommunale Aufgabe

Um den Austausch und die Verzahnung zwischen der kommunalen und der Landesebene auch in Corona-Zeiten aufrecht zu erhalten, haben sich Beckums Bürgermeister Michael Gerdhenrich und die Landtagsabgeordnete Annette Watermann-Krass zu einem digitalen Jahresaustausch getroffen. Auch Felix Markmeier-Agnesens, SPD-Fraktionsvorsitzender im Rat der Stadt, nahm an dem Treffen teil.

Neben einem allgemeinen fachlichen Austausch, bestimmte vor allem das Thema Windenergie das Gespräch. Hier war man sich einig, dass die Windkraftanlagen in den kommenden Jahren ausgebaut werden müssen, um eine flächendeckende Versorgung mit erneuerbaren Energien zu sichern. Michael Gerdhenrich merkte dazu an: „Natürlich ist Windenergie noch effektiver als beispielweise Photovoltaik und deshalb auch unverzichtbar beim Ausbau erneuerbarer Energien.“ Felix Markmeier-Agnesens gab jedoch zu bedenken, dass es wichtig sei, die Anliegen der Bürgerinnen und Bürger ernst zu nehmen und darauf zu achten, dass einige Gegenden durch eine Vielzahl an Windkraftanlagen nicht „überstrapaziert“ würden, während in anderen Gegenden keine Anlagen ansässig seien. Auf Landesebene werden dem Ausbau derzeit einige Hindernisse in den Weg gelegt, weiß Annette Watermann-Krass aus Düsseldorf zu berichten: „Derzeit befindet sich ein Gesetzesentwurf der Landesregierung in der Anhörung, dessen Verabschiedung den Ausbau und das Repowering etlicher Windkraftanlagen im Kreis enorm beeinträchtigen würde.“ Die Rede ist von der sogenannten Länderöffnungsklausel. Der Mindestabstand von Windrädern zu Wohnbebauungen würde damit auf 1000 Meter festgelegt werden. Die Abgeordnete hat dazu eine klare Haltung: „In Zeiten der Klimakrise solche Restriktionen im Bereich der erneuerbaren Energien einführen zu wollen, setzt absolut die falschen Signale und kostet wichtige Jahre im Kampf gegen den Klimawandel.“

Auch in der Innenstadt auf den Klimawandel reagieren

Eng verknüpft mit dem Thema erneuerbare Energien ist auch die Klimafolgenanpassung in den Städten selbst. Felix Markmeier-Agnesens merkte an, dass urbanes Grün der Motor für eine nachhaltige und positive Stadtentwicklung unter ökologischen und sozialen Aspekten sei: „Mehr Lebensqualität durch die Schaffung grüner Oasen in der Stadt ist ein zentraler Faktor für die Bindung unserer Mitbürger an ihre Heimat, Beckum und somit auch ein wichtiges Anliegen der SPD.“ Michael Gerdhenrich ergänzt: „Klima und Umwelt müssen bei unseren Entscheidungen zukünftig stets mitbedacht werden. Deshalb arbeiten wir in Beckum gerade an entsprechenden Klimaschutzstandards, als Grundvoraussetzung für neue Bauten und andere Planungen.“

Annette Watermann-Krass, die zudem SPD-Sprecherin im Umweltausschuss des Landtags ist, resümierte: „Klimaschutz ist eine globale Angelegenheit. Doch die Umsetzung muss letztendlich auf der kommunalen Ebene erfolgen. Ich freue mich, dass die Stadt Beckum in diesem Bereich engagiert und zukunftsorientiert ist.“

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